Jetzt, wo so langsam die Blätter bunt werden, der Sommer wohl oder übel zuende geht, ist es an der Zeit, wieder leckere herbstliche Rezepte aus den teilweise schon verstaubten Kochbüchern zu ziehen. Ich habe hier ein Rezept von Mama ausgegraben, was übrigens super gut zum leckeren Federweißer passt, den man momentan in jedem Supermarkt finden kann. Mit einem einfachen Zwiebelkuchen aus würzigem Hefeteig lässt sich doch der wolkenverhangene Himmel einigermaßen ertragen...
Dazu braucht man:
Für den Hefeteig:
- 60ml Milch
- 1/4 Würfel Hefe (etwa 10g)
- 150g Mehl
- 1 Eigelb
- Salz, Pfeffer
- etwas Zucker (damit die Hefe was zu Beißen hat)
- gemahlener Kümmel oder Koriander
- 25g weiche Butter
- Butter für das Blech
Für den Belag:
- 500g Zwiebeln (also etwa 5 große Brocken)
- 150g Schinkenwürfel
- etwas Butter zum Braten
- 1 Packung Creme Fraîche
- 1 Packung saure Sahne
- 2 Eier
- ca. 100g geriebener Gouda
- etwas Zitronensaftkonzentrat
- Salz, Cayennepfeffer (normaler geht aber auch)
- etwas Muskatnusspulver
Und so gehts:
Die Milch wird in einer Tasse erwärmt und mit der zerbröselten Hefe vermischt, sofass sich die Hefe halbwegs auflöst. Jetzt eine mittelgroße Schüssel mit allen Zutaten (auch der Hefemilch) für den Hefeteig, außer der Butter befüllen und verkneten. Zum Schluss kommt dann noch die Butter hinzu und alles wird liebevoll miteinander verknetet. Je mehr geknetet wird, desto geschmeidiger wird der Teig, also nicht schon zu schnell schlapp machen.
Den Teigklumpen mit einem abdeckenden Handtuch über der Schüssel an einem angenehm warmen Ort für etwa 30 Minuten gehen lassen. Ist diese Ruhephase abgeschlossen, wird der Teig in einer eingefetteten Springform ausgelegt und nochmal für etwa 15 Minuten an den schon bekannten warmen Ort gestellt.
In der ganzen Ausruhzeit werden die riesigen Zwiebeln geschält, geviertelt und dann in Streifen geschnitten - viel Spaß beim Weinen, meine Augen haben sich auch fast nicht mehr eingekriegt... In einer Pfanne wird nun etwas Butter erhitzt und dann die Zwiebeln mit den Speckwürfeln glasig angebraten. Ist das geschafft, werden diese in die Springform mit dem Hefeteig gefüllt.
Die Creme Fraîche mit der sauren Sahne und den Eiern verrühren und mit viel Salz, Pfeffer, Muskatnuss Kümmel (falls man sowas mag) und eventuell anderen Gewürzen wie z.B. Majoran oder Koriander gewürzt. Ruhig kräftig abschmecken, der Kuchen kann schon was vertragen, sonst schmeckt er fade. Die Masse dann oben auf die Zwiebeln geben, mit einem Löffel ganz vorsichtig ein bisschen verrühren. Dann den Gouda noch oben drüber streuen. Der Kuchen muss nicht unbedingt davon vollständig bedeckt sein, nur mit ein bisschen Käse schmeckt es abwechslungsreicher.
Nun unser gezaubertes Werk für 35 Minuten bei 175°C in den Backofen. Warm servieren, vielleicht mit etwas frischem kleingeschnittenem Schnittlauch.
Federweißer schmeckt (wie oben schon erwähnt) wirklich hervorragend zu diesem Gericht. Probiert's mal aus.
Guten Appetit und viel Spaß beim Herbstgenießen.
Eure Jil
Manchmal sehnt es mich nach den guten alten Gerichten, die meine Kindheit
wieder in mir aufleben lassen. Nur leider gibt es nicht immer ein Rezept dazu,
Oma kocht oft nach Gefühl und Mama ebenso. Deshalb kann ich Euch hier leider
nicht mit einem jahrhundertealtem Originalrezept meiner Familie dienen, aber
ich hoffe, Euch schmeckt es trotzdem. Und wer weiß, vielleicht gründet ihr ja
mit Euren Rezepten auch alte Familientraditionen und Eure eigenen Enkel fragen
in 50 Jahren danach und sagen:" Hach Omi, du kochst immer so leckeren
Eintopf..."
Dazu braucht man:
- 300g Linsen
- Wasser zum Einweichen
- 750g Kartoffeln
- 1 Packung Suppengemüse mit
viel Knollensellerie
- 4 Tomaten
- 2 weiße Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Scheiben Schweinebauch
- 1l Gemüsefond
- 1l Wasser
- 3 Mettwürstchen
- 2EL Weißweinessig
- etwas Zucker
- 1TL Balsamicoessig
- Salz und Pfeffer
Und so gehts:
Die Linsen werden mit lauwarmen Wasser eingeweicht, während ihr das ganze Gemüse kleinschnibbelt. Aber zunächst nur Zwiebeln, Lauch, Möhren (mit Schale - gibt zusätzlichen Geschmack) und den Sellerie in kleine Stücke schneiden. Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Den Rest kriegema später...
Jetzt einen großen Topf kräftig erhitzen und die beiden Bauchscheiben mit einem Tropfen Öl von beiden Seiten kräftig anbraten. Jetzt den Knoblauch mit dazugeben und ebenfalls bräunlich anschwitzen lassen. Einen Teelöffel Balsamico und einen Teelöffel Zucker mit dazugeben und alles etwas köcheln lassen.
Jetzt die Zwiebeln mit in den Topf, glasig werden lassen und nun das restliche schon so liebevoll kleingeschnittene Gemüse rein und dann schön anbraten, sodass unten am Topfboden ein kleiner Sud entsteht - der Grundsatz für unsere Suppe. Ist das geschafft, die Suppe mit dem Gemüsefond, dem Wasser und den abgetropften Linsen auffüllen und aufkochen lassen.
Geachtelte Tomaten und die Mettwürstchen im Ganzen mit in den Topf und den ganze Kram für 20 Minuten köcheln lassen.
Währenddessen die Kartoffeln schälen und in Stückchen schneiden und nach der Kochzeit zur Suppe geben und das dann noch einmal für 20 Minuten köcheln lassen.
Im Anschluss die Bauchscheiben und die Mettwürstchen aus dem Topf holen, kleinschneiden und in einer Pfanne anrösten, das gibt nochmal zusätzliches Aroma. Alles wieder in den Topf.
Nun noch mit etwa 2 EL Weißweinessig und etwas Zucker, sowie kräftig Salz und Pfeffer abschmecken, die Ptersilie aus der Suppengrünpackung klein schneiden und frisch über die Suppe streuen und FEEEEERTIG.
Wenn Euch das Rezept gefällt, schreibt mir doch einfach mal einen Kommentar, ich würde mich freuen!!